Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

20. August 2015

TimingisEverything #4

Wir biegen um die Ecken und der Gedanke "Wir" ist so seltsam. In wenigen Minuten kann sich so vieles ändern und damit manchmal die komplette Situation, in der du steckst. Wir fahren die Unterführung hindurch, während im Vordergrund Ed Sheeran seine Gefühle mit der gesamten Welt teilt. So wie ich. Manchmal zumindest. Zumindest hier. Mit euch. Ich blicke so oft wie möglich zu ihm hinüber und manchmal gar nicht, weil der Gedanke, dass ausgerechnet dieser eine Mensch, hier neben mir sitzt, viel zu abstrus ist um geglaubt zu werden.
Momente, in denen das Lieblingslied läuft und in denen wirklich etwas geschieht, vergisst man nicht.
Das nächste Lied habe ich genauso gern und dann stehen wir an der Ampel.
Die Stadt ist wie ausgestorben, weit und breit kein Auto. Es fühlt sich gut an, richtig. Wie könnte es aber auch nicht. Ich schließe für ein paar Sekunden die Augen und plötzlich wird das Auto, die Luft, meine Welt von äußerer Euphorie überschwemmt. Er küsst mich und alles ist gut. Und dann küsst er mich weiter und ich realisiere, dass er es ist, der diese Eurphorie verströmt - oder mir vielleicht nur dieses Gefühl vermittelt. Ich versinke in ihm, in seinen Berührungen und es sind nur Kleinigkeiten, die wahre Wirbelstürme in mir auslösen. Ich suche nach den richtigen Worten, doch die gibt es nicht.

"Wahrscheinlich werde ich jede Nacht von dir träumen", sagte sie. "Und wenn ich aufwache, weiß ich, dass der beste Teil des Tages schon vorbei ist."

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