Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

7. Juni 2015

#schooliswar

Ich sitze auf dem Stuhl ganz vorne links. Vor mir der Lehrer, der die Noten der Abiturprüfungen von diesem Tag bekannt gibt. Er liest jeden Namen einzeln vor und vergibt jedem seine Note, wenn er sie laut hören will. Irgendwann ist er ganz unten angekommen.
Mein Gesicht liegt in meinen Händen, während ich meine Ellenbogen auf meine Beine stütze. Alles ist ruhig, ich bin verwirrt, weswegen es nicht weitergeht. - Ich gucke hoch.
Mein Lehrer sieht mich grinsend an und lacht dann laut. "Mir entgeht nichts. Ich habe gesehen, du nimmst mir die Freude." - "Hä?", ich bin verwirrt, "was ?" - "Aja, du wirst morgen nicht zur  Mathenachprüfung antreten, denn du hast genau 100 Punkte und damit lege ich die Prüfung nieder." - Ich kann es nicht glauben. Mir kommen die Tränen: "Oh mein Gott, nein." Er lacht: "Doch."
Ich kann nicht mehr.
Ich bin so glücklich.
Meine Oma hat mich gehört.
Gott hat es einmal gut mit mir gemeint.
In diesem Moment fühlte ich nicht mehr als Glückseligkeit.
Ich hatte mein Abitur bestanden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen