Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

10. September 2014

sadness #10

wenn sie morgens in die schule ging, hatte sie immer dieses unbeschreibliche lächeln und niemand sah ihr an, dass sie schon so kaputt war. sie lachte oft und machte scherze über die alle lachten. man hätte von ihr niemals gedacht, dass sie oft bis drei uhr nachts da lag, weil ihre gedanken ihr solche angst machten. sie schaute tagsüber fast immer in den spiegel und schminkte sich nach, alle dachten sie findet sich einfach selbst hübsch, keiner dachte daran, dass sie sich selbst hasste und das alles nur machte, um sich ein wenig hässlicher fühlen zu können. sie trug immer pullis, wirklich immer, alle dachte ihr wäre so kalt, keiner dachte daran, dass sie narben versteckte. ab und an weinte sie, alle dachten sie hätte eine schlechte note oder ärger mit einem lehrer, keiner kam auf die idee, dass sie gerade einen zusammenbruch auf der toilette erlebt hatte. unsere lehrer sagten immer zu ihr, sie müsste mehr lernen, keiner von ihnen wusste, dass sie nichts mehr in ihren kopf bekam außer selbsthass. man lachte sie wegen ihrem traurigen musikstil aus, keiner von uns wusste, dass hinter den liedern eine geschichte steckte.
keiner von uns wusste irgendwas von ihr.
bis man eines tages in unsere klasse kam und uns klar machte, dass sie nie wieder kommt.

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